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Lukas-Werk Suchthilfe gGmbH

 

Sucht kann jeden treffen

In der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen sind mindestens 2,5 Mio. Bürger unseres Landes alkoholabhängig, 1,5 Mio. sind medikamentenabhängig und 120.000 bis 150.000 Menschen sind drogenabhängig. Die Hälfte all dieser Personen leidet zusätzlich an Depressionen, Ängsten und traumatischen Störungen.*

Die Sucht schleicht sich unbemerkt an

Das Gehirn von uns Menschen ist vielfältig strukturiert. Hier befinden sich Vernunft, Verstand und das Gefühl. Vieles, was wir tun, spielt sich auf der Gefühlsebene ab. So zum Beispiel, wenn wir meinen, uns für etwas belohnen zu müssen. Dann gönnen wir uns ein gutes Essen, gehen ins Theater, widmen uns dem Lebenspartner oder genießen ein Gläschen Wein.

Vernunft, Verstand und Gefühl

Solange Vernunft und Verstand mit im Spiel sind, ist eigentlich alles in Ordnung. Problematisch wird es, wenn nicht. Menschen, die regelmäßig Alkohol, Nikotin oder Medikamente konsumieren, um gut drauf zu sein, die im großen Stil dem Glücksspiel frönen oder übermäßig im Internet surfen, sind auf dem besten Weg, süchtig zu werden.

Sucht und Frust

Schließlich braucht ein abhängiger Mensch sein individuelles Suchtmittel, um sich gut oder doch zumindest weniger schlecht zu fühlen. Natürliche Mechanismen, um mit negativen Erlebnissen vernünftig zurechtzukommen, verkümmern. Der Betroffene wird nicht nur körperlich, sondern auch seelisch abhängig.

Sucht ist eine Krankheit

Sucht ist eine der komplexesten psychiatrischen Erkrankungen. Hinzu kommt, dass jeder Süchtige durchschnittlich bis zu vier Angehörige hat, die seelisch, sozial, finanziell und sogar körperlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Der volkswirtschaftliche Schaden beläuft sich auf 15 bis 40 Mrd. Euro jährlich und ist damit erheblich für uns alle. Deshalb:

Sucht geht uns alle an!

*Quelle: DHS 2005